Auf mich achten? – Von wegen

Sollte es mir denn jetzt nicht besser gehen?

Es war August. Das anstrengende Schuljahresende lag nun einige Wochen hinter uns. Samuels Todestag hatten wir überstanden. Ich bekam genug Schlaf, mein Mann war von morgens bis abends zu Hause, die Kinder waren meistens gut drauf. Und ich? - Irgendwie nicht, aber warum?

Ich konnte weder sagen, dass ich gestresst war oder irgendeine Art von Druck fühlte. Inzwischen weiß ich ja, wo bei mir die Gefahren lauern und welche Fragen ich mir stellen muss. Ich verstand mich trotzdem nicht.

Ich war unendlich müde und fühlte mich durchweg ausgepowert. Zeit allein hatten wir mir eingerichtet, aber ich konnte nicht zur Ruhe kommen, mich nicht konzentrieren. Das Schreiben verlief eher zäh und für Fotos fehlte mir die Motivation.

Schließlich schickte Alex mich aufgrund einiger Beschwerden zum Arzt - ich sträube mich, so lange ich kann. Natürlich war alles in Ordnung, so schien es zumindest. Es kamen weitere Symptome hinzu, vor allem an meiner Haut und meinem Bauch. Erneute Blutentnahme und andere Tests folgten.

Mein Körper ist ein Geschenk

Ich möchte gar nicht so sehr ins Detail eingehen. Denn das, worauf ich hinaus möchte, ist: mein Jahresmotto.

Achtsamkeit. Ich wollte auf mich selbst achten, das hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen. Na, das hat ja mal gar nicht geklappt.

Wie konnte mir entgehen, dass mein Körper bestimmte Lebensmittel nicht verträgt? Im Rückblick scheint alles so klar. Ich bin immer noch am Testen, worauf ich genau achten muss, damit es mir gut geht und wie das alles zusammenhängt. Doch ich merke ganz deutlich, dass es mir im Allgemeinen so viel besser geht, wenn ich konsequent auf gesunde Ernährung achte und mindestens 3 Liter am Tag trinke.

Ich bin der Überzeugung, dass es sehr wichtig ist, für unseren Körper zu sorgen, weil

  • er ein Geschenkt ist
  • er unser Werkzeug ist
  • er ein Tempel Gottes ist

Es gibt bestimmte Dinge, von denen wir alle wissen, dass sie dem Körper nicht gut tun, wie Süßes. Darauf möchte ich nicht weiter eingehen. Falls euch das Thema doch noch mehr interessiert, kann ich das gerne mal in einem anderen Artikel aufgreifen.

Heute geht es mir darum, dass wir alle mal in uns hineinhorchen und ganz ehrlich auf die Frage antworten sollten: Wie geht es uns eigentlich gerade körperlich?

Mein Körper sagt mir eigentlich schon lange, dass ich etwas ändern muss. Und ich bin auch schon einige Babysteps gegangen. Doch manchmal reicht das nicht. Und manchmal ist ein radikaler Schnitt leichter.

Was dein Körper braucht, kann anders aussehen als meine Bedürfnisse. Ich befinde mich gerade erst am Anfang dieses Weges. Zwischendurch verzweifle ich auch mal, weil ich nicht weiß, womit ich meinen Wrap belegen soll. Am liebsten mit Chili con Carne und frischem Gemüse. Aber was tun, wenn man keine Tomaten verträgt?!?

Nach dem vergangenen Wochenende, an dem ich bei Pizza und Schokokuchen nicht Nein sagen konnte und auch nicht, als wir es uns mit den lily while-Mädels gemütlich gemacht haben, da lag ich am Sonntag den ganzen Nachmittag im Bett, weil es mir hundeelend ging. Das muss nicht sein. Ich glaube nicht, dass ich jemals auf Schokolade verzichten kann, da bin ich ganz realistisch. Aber ich möchte verstehen, wie mein Körper funktioniert und was ich in Kauf nehme, wenn ich nicht auf ihn achte.

Eine lohnende Investition

Seit ich auf bestimmte Lebensmittel verzichte, mehr Wasser trinke und meinen Süßigkeitenkonsum weiter reduziert habe, geht es mir so viel besser. Ich kann mich wieder konzentrieren und bin voller Tatendrang. Das habe ich vermisst. Ich habe mich vermisst. Ja, ganz ehrlich. Wenn ich keine Lust zum Schreiben und Fotografieren habe, ist das durchaus besorgniserregend.

Das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität hängen nicht nur von der richtigen Ernährung ab. Bitte versteht mich nicht falsch. Es gibt auch andere ganz wesentliche Dinge, die dazu beitragen, schließlich bestehen wir Menschen nicht nur aus unserem Körper. Wir müssen genauso auf unsere Seele und unsere Beziehung zu Gott achten. Der Mensch ist eine Einheit. Ich habe mich aber immer mehr um Seele und Geist gekümmert und meinen Körper vernachlässigt.

Nun erneure ich meinen Jahresvorsatz, auf mich zu achten. Denn darin bin ich nicht gut. Das könnte jetzt ganz schön demütig klingen, ist aber eigentlich ziemlich dumm. Wer sich nicht um sich selbst kümmern kann, hat auch nicht genug Energie, in andere zu investieren. Daher nochmal meine Frage an dich:

Wie geht es dir?

Foto: avidapassar

4 Antworten

  1. Das sollte ich mir auch vornehmen!
    So oft versuche ich alles um mich herum zu schaffen und vergesse dabei mich. Bis zu einem Tag wo dann nichts mehr geht.
    So oft vermisse ich mein fröhliches, quirliges Gemüht, meine Kreativität und Leichtigkeit. Ich habe sogar meinen Humor verloren.
    Danke für die ehrlichen Worte!

    • Liebe Steffy,
      ich wünsche dir, dass du zurück zu dir findest, zu der Steffy, die Gott geschaffen hat und die er genauso liebt, wie sie ist. Ich wünsche dir, dass du deine Fröhlichkeit und deine Kreativität wieder findest. Für diesen Prozess brauchst du Zeit, Geduld und Ruhe. Gott nimmt dich an die Hand. Aber vielleicht findest du ja noch jemanden, der dich auf diesem Weg begleitet, eine Mentorin oder ein Hauskreis. Fühl dich gedrückt!
      Alles Liebe, Regina

  2. Hallo liebe Regina,

    deine Gedanken kommen mir sehr bekannt vor, vor einiger Zeit machte ich mir ähnliche Gedanken, zu, Thema Ernährung und Tempel des Heiligen Geistes.
    Aber in den letzten Monate ging viel von dem verloren, was ich für mich gelernt hatte, erst seit ein paar Wochen befinde ich mich wieder auf dem Weg zurück.
    Ich aß viel zu viel Süßes, ungesundes und bewegte mich zu wenig.
    Das Ergebnis ist nicht schön, Zunahme, unreine Haut, die Psoriasis (Schuppenflechte) machte sich an meinem Körper breit … und dazu das Gefühl des totalen Versagens! Sich nicht mögen und einfach unzufrieden zu sein! Ach, ein ganz doofer Kreislauf!

    Ich denke auch wir müssen gut für unsern Körper sorgen, nur nicht von irgendeiner Seite vom Pferd fallen, es muss auch noch zum Leben passen und ich muss aufpassen wieviel Aufmerksamkeit ich der Ernährung, meinem Körper widme, denn schnell wird etwas zu meinem “neuen- Gott” … du verstehst?! Auch da hab ich in den letzten beiden Jahren so meine Erfahrungen gemacht!

    Ich freue mich immer von dir zu lesen!
    Wenn du mal in Hannover oder Umgebung bist, würde ich dich gerne einmal kennen lernen!

    Liebe Grüße
    Naemi

    • Naemi!
      Ich freu mich so, von dir zu hören! Hab dich auf Instagram vermisst!!
      Es ist so leicht, wieder zurückzufallen oder? Mir wird gerade auch die Schokolade zum Verhängnis, dabei merke ich, wie nicht gut mir das tut… Ich wünsche dir, dass du aus diesem Kreislauf ausbrechen und dich wieder richtig wohl fühlen kannst.
      Das habe ich mir fest vorgenommen. Dass ich da nicht gesetzlich oder fanatisch werde. Und mein Mann passt da auch gut auf mich auf 😉
      Ich würde mich total freuen, dich persönlich zu treffen! Vielleicht schaffen wir es ja im nächsten Jahr. Ich schreibe mir das direkt mal auf 🙂

      Alles Liebe für dich und deine tolle Familie!
      Regina

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