Für unsere Töchter

Eine ganz besondere Mama-Tochter-Zeit. Das war mir schon immer wichtig. Im Sommer gehen Hannah und ich gern zu zweit in unser liebstes Eiscafé und anschließend auf den Spielplatz. (Es sei denn, wir vergessen wieder, dass es montags geschlossen ist und uns nur noch McD bleibt.) Oder wir gehen einfach spazieren. Einen Beauty-Abend hatten wir auch schon. Entscheidend sind die kleinen Dinge im Alltag, aber diese besonderen Zeiten, in denen wir viel Zeit zum Reden haben, sind unersetzlich. Vor ein paar Tagen habe ich irgendwo gelesen, dass die sogenannte "qualitytime" ein modernes Phänomen dafür ist, das schlechte Gewissen der Eltern zu beruhigen, die im Alltag wenig da sind. Ich glaube wirklich, dass es auf die Kleinigkeiten ankommt. Wir wollen unseren Alltag gemeinsam gestalten. Doch zwischendurch ein paar Highlights setzen, tut sowohl der Kinder- als auch der Mamaseele gut. Vor allem, weil es bei drei Kindern nicht immer so leicht ist, allen Erzählungen eines einzelnen mit voller Aufmerksamkeit zu lauschen.

Ob ich will oder nicht, ich bin ihr großes Vorbild.

Wie oft ich sie dabei erwische, wie sie in meinen Schminksachen stöbert. Und wie groß ihre Freude ist, dass wir jetzt die gleichen Schuhe haben. Sie wartet darauf, mich endlich wieder zu einem Frauenfrühstück begleiten zu können. Und immer wieder höre ich die Frage: "Mama, sieht das schön aus?" - Sei es ein Bild, die lackierten Fingernägel der kleinen Schwester oder ein Radschlag. Und natürlich würde sie am liebsten immer mitkommen, wenn ich mich mit meinen Freundinnen zu einem Mädelsabend treffe. So oder so ähnlich muss die Idee geboren sein. Wie war das noch gleich, Christina?

Mama-Tochter-Mädelsabend

Jedenfalls haben meine Freundin Christina und ich die Mädeslsabende mit unseren Töchtern eingeführt. Im vergangenen Sommer haben wir uns zum ersten Mal zu viert getroffen. Das leckere Schokofondue war der perfekte Start. Dann haben wir Gesichtsmasken angemischt und die Mädchen damit "gequält". Ich durfte sie flechten und anschließend haben sich Töchter und Mütter gegenseitig die Nägel lackiert. Die Zeit verging wie im Flug. Die Mädels waren so süß aufgekratzt. Es war ihr Abend. Im Herbst sind wir zusammen nach Bonn gefahren. Ein wenig bummeln, zusammen essen. Das, was wir gern mit Freundinnen tun. Im November fand unser dritter Mädelsabend statt und endlich hatte ich meine Kamera dabei. Wir genossen wieder das Obst mit der Schokolade und machten anschließend Badeherzen und -blümchen. Es hat den Mädels sehr viel Spaß gemacht und es wird höchste Zeit für ein nächstes Treffen. Wir Mamis haben schnell gemerkt, dass es nicht darauf ankommt, was wir mit unseren Töchtern machen, sondern dass wir uns Zeit für sie nehmen und gemeinsame Erinnerungen schaffen.

Unsere Chance und unsere Verantwortung

Am besten waren die Gespräche, die wir nebenbei geführt haben. Es lässt sich leichter über ernste Dinge reden, wenn die Hände beschäftigt sind. Unsere Mädchen sollen ihren Wert, ihre Möglichkeiten und ihre Verantwortung schon früh kennenlernen. Ich wollte schon "verstehen" schreiben, aber wann habe ich angefangen zu begreifen, was es bedeutet, eine Frau zu sein? Es braucht Zeit, ein wenig eigene Lebenserfahrung und es dauert, bis bestimmte Fragen überhaupt auftauchen. Dennoch ist es leichter, zu einer mutigen und starken Frau heranzuwachsen, wenn man etwas Anleitung bekommt, Erwachsene um sich hat, die sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sind und wenn Raum da ist, Fragen zu stellen und die Gemeinschaft von anderen Frauen zu erleben. RN_17038 RN_17040 RN_17050 RN_17051 RN_17055 RN_17059 RN_17082 RN_17086 RN_17088 RN_17089 RN_17091 RN_17112 RN_17115 RN_17125 RN_17128 RN_17135 Die ganze Arbeit hat uns hungrig gemacht und wir genossen leckere Sandwiches, während wir einen Film angesehen haben. Schön war's! Unsere Badekugeln waren ganz schnell aufgebraucht, denn natürlich haben wir unsere Hälfte mit Emmi geteilt. Das ist doch auch ein hübsches Geschenk, nicht wahr? Ein Rezept dafür findet ihr hier. Was habt ihr noch für Ideen für eine besondere Mama-Tochter-Zeit?  

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4 Antworten

  1. Ein schöner Beitrag und eine schöne Sache, diese Mädelsabende. Bei mir hatte sich das zusammen mit einer Freundin nie ergeben. Ich habe allerdings auch nicht aktiv danach gesucht – und meine Freundin wohl auch nicht. Ich habe allerdings von früh auf immer wieder Aktivitäten immer nur mit einem Kind gemacht. Bei meinem ältesten Sohn (22) sind besonders die gemeinsamen Frühstückstreffen (gern gemütlich in einer Bäckerei) geblieben, bei meiner Tochter (fast 20) die Shoppingtage (mit Salätchen und kleinem Spaghettieis). Mein Jüngster (jetz 14) steckt da noch in einer Wandlung. Bis vor kurzen waren es noch Gesellschaftsspiele zusammen, jetzt ist es gerade das chillen (gerne auf unserer neuen Lounge) Auch eignet sich der Spaziergang mit dem Hund gut für einen Austausch. Ja, du hast recht – bei all dem ist es immer gut, wenn die Hände was zu tun haben. Das hast du gut gesagt. Manchmal reichen auch die Füße :-). Herzliche Grüße, Sandra aus dem Sommerzimmer

    • Liebe Sandra, es ist so schön, dass du mit jedem deiner Kind “euer Ding” gefunden hast! Ich wünsche mir auch sehr, dass wir unsere Traditionen entwickeln, die noch ganz lange bleiben.
      Alles Liebe, Regina

  2. Oh so was Herrliches !
    So etwas hätte ich so gerne mit meiner Mama gemacht.
    Umso mehr freue ich mich auf mein Babymädchen und wenn sie älter ist, die Mama-Tochter Zeit
    Aber auch mit meinem Sohn möchte ich schon jetzt Exklusivzeit verbringen.
    So ganz ohne Handy und andere ablenkende Sachen…

    Danke für diesen Artikel!

    • Liebe Lena, ja mit meinem Sohn verbringe ich genauso gerne Zeit. Nur sieht das dann etwas anderes aus. Sobald ich dazu komme, möchte ich auch darüber schreiben. Auch wenn man die Babyzeit irgendwann etwas vermisst, es liegen so viele unglaublich schöne Momente vor uns…
      Alles Liebe, Regina

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