Kisses to heaven

Ich stand gestern an deinem Grab und weinte. Heulte. Fragte.

Fragte WARUM? Verstand es nicht. Wieder nicht. Immer noch nicht.

Werde es nie verstehen.

Wie kann das sein? Wie kann das nur wahr sein?

Ich will nicht, dass es ist, wie es ist.

Ich will die Zeit zurückdrehen und irgendetwas tun, damit es anders ist.

Aber ich kann es nicht.

Ich kann dich nicht bei mir haben und das verstehe ich nicht.

Ich bin wütend. Verzweifelt. Machtlos.

Ich heule, frage und verstehe nicht.

Ich vermisse dich so sehr.

Du fehlst mir. Du fehlst uns.

Du.

Du, mein kleiner Vogel, du bist daheim.

Du weinst nicht mehr.

Du lächelst.

Dein Lächeln vertreibt meine Wut.

Antworten zählen nicht mehr.

Du bist am Ziel und ich bin unterwegs.

Diesen Weg ohne dich zu gehen, tut weh.

Daran ändert sich nichts.

Aber da sind so viele Blumen auf dem Weg.

Farben und Dürfte. Leben und Freude.

Manchmal da hämmern Fragen und Verzweiflung.

Manchmal da laufen die Tränen hemmungslos.

Doch bei all dem fühle ich Geborgenheit. Frieden. Hoffnung.

So ist das. Auch nach über drei Jahren.

Wut und Frieden.

Verzweiflung und Trost.

Tiefe Trauer und übersprudelnde Freude.

Es wird nie anders sein.

Weil ich dich immer lieben werde.

Wie sehr ich dich liebe, mein kleiner Sohn.

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5 Antworten

  1. Ich bin sprachlos und schicke dir eine stille Umarmung.

  2. So traurig und schön zugleich.

  3. Traurig und nachdenklich.
    Verstehend obwohl unwissend.
    Und fragend, was Menschen ohne Gott nur machen, in allenTiefen des Lebens.

    Still und Anteilnehmend,

    Tina

  4. Manchmal gehe ich durch deinen Blog. So wie gestern. Finde kaum Worte. Gehe mit den Gefühlen um, die du beschreibst und sie gehen mir zu Herzen.

    Dann finde ich was, das den Blick verändert. Wie mein Gesicht nach oben führt. Das lautet so:

    “Was die Kraft haben wird, mich am Ende zu überzeugen, wird nicht das sein,was ich GLAUBEN KANN, sondern das, was ich LIEBEN WILL. In den wirklichen Krisen werden wir vielleicht erfahren müssen, dass das Seil der Wahrheit, an die wir glauben, sich aufreiben kann – und am Ende reißt. Das einzige Seil, das uns trägt, ist die Wahrheit, DIE WIR LIEBEN. In der Krise wird das Tragende allein die Liebe sein. Auch Petrus, dieser für alles kämpfende Mensch, wurde nach der Krise des Kreuzes nicht gefragt: ‘ Glaubst du an mich?’, sondern: ‘Liebst du mich?’“. Martin Schleske hat das so formuliert.

    Die Frage, die Jesus auch uns stellt, immer wieder neu, ist die: Liebst du mich?
    Und antworte ich – bei all dem Kreuz – mit “Ja, ich will.“ ?
    Ich habe ein bisschen Schweißperlen auf der Stirn, aber auch einen tiefen Frieden.

    Wir sind geborgen.
    Herzliche Umarmung,
    Margrit

    • Liebe Margrit, nun bin ich berührt von deinen Gedanken und dem Zitat. Vielen Dank dafür! Es bedeutet mir viel, dass du meinen Blog verfolgst. Wie gern ich dich mal wiedersehen würde.

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