Mein Jahresrückblick 2017

Wie kann ich dieses Jahr zusammenfassen? Meistens gelingt es mir, einen Satz oder eine Lektion zu formulieren, doch diesmal bin ich etwas aufgeschmissen.

Mein erster Gedanke war: Es war ein schönes Jahr. Und das war es. Ich durfte mir eine Auszeit im Kloster gönnen. Wir haben als Familie verschiedene Ausflüge gemacht. Hannah wurde eingeschult. Und dann war da noch Israel - unser Highlight des gesamten Jahres. Ich glaube, ich bin etwas gelassener geworden. Dadurch aber auch manchmal etwas unzuverlässig, was mich ziemlich nervt. Die Kinder haben sich weiterentwickelt, haben Sprünge gemacht, uns an unsere Grenzen aber auch vor Glück fast zum Platzen gebracht.

Doch da ist noch mehr und ich wollte es schon ignorieren. Doch ich möchte ehrlich zu mir selbst sein.

Ich bin müde.

Ich bin müde davon, mich durch den Alltag zu schleppen. Seit wir aus Israel zurück sind, also seit zwei Monaten, ist Hannah erkältet, mal mehr mal weniger stark. An Heilig Abend kam das Fieber. Inzwischen bekommen sie und Ben ein Antibiotikum gegen ihr Scharlach. Sie sagt, wenn sie gesund wird, dann wird sie sowieso wieder krank. Es ist schwer, sie zu trösten.

Und ich kann es ja so gut verstehen, denn genauso fühle ich mich auch seit Monaten. Ich hatte ja schon etwas darüber geschrieben, dass mein Körper mich dazu zwingt, besser auf mich zu achten, aber das ist wirklich nicht so einfach. Es scheitert nicht nur an der Disziplin, sondern auch an der fehlenden Gebrauchsanleitung.

Ich fühle mich eingeschränkt und irgendwie außer Gefecht gesetzt. Und dann hab ich mich hängen lassen. Es gibt Phasen, in denen es mit gut geht und dann liege ich wieder mit Magenschmerzen auf dem Sofa, während meine Lieben zusammen Lego bauen. Das kommt davon, wenn man versucht, sich durchzumogeln und seine Intoleranzen ignoriert. Vielleicht sollte ich Disziplin zu meinem neuen Jahresmotto machen. Da muss ich mal drüber nachdenken, denn ich habe noch keines.

Hier seht ihr ein paar Eindrücke aus meinem Instagram-Profil. Wenn ich mir die Bilder so ansehe, dann werde ich wieder von Dankbarkeit erfüllt. Ich fühle mich reich beschenkt. Trotz Herausforderungen. Trotz Einschränkungen. Trotz Niederlagen und Rückschlägen.

Es war ein schönes Jahr.

Kein einfaches, aber ein schönes.

Und am Eindrücklichsten ist für mich die Erfahrung, dass es Menschen gibt, die mich bedingungslos lieben und von einem Gott getragen zu werden, der immer da ist - egal, ob ich erfolgreich bin oder auch mal versage, ob ich allezeit fröhlich oder auch mal schlecht drauf bin, der mich nimmt, wie ich bin und dann etwas aus mir macht.

Gerade in den Zeiten, in denen ich am Verzweifeln war, weil mein Körper nicht mitspielen wollte, habe ich so liebe Nachrichten bekommen, die sagen, dass sie durch meine Worte und Bilder ermutigt worden sind. Ich durfte Mädchen und Frauen kennenlernen und ihnen von meinen Erfahrungen mit Gott erzählen und sie inspirieren. Ich durfte Freundschaften vertiefen. Erleben wie sich Träume erfüllen. Mich noch mehr in meinen Mann verlieben. Meine Kinder und ihre individuellen Stärken entdecken.

Und so überwiegt am Ende doch die Dankbarkeit. Denn ich bin beschenkt.

Müde, aber reich beschenkt.

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Wie ist es mit dir? Mit welchem Gefühl bist du aus dem Jahr 2017 gegangen?

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5 Antworten

  1. Hallo liebe Regina,

    dieses Gefühl von Müdigkeit kenn ich auch, ich denke jeder hat solche Phasen im Leben.
    Ich schaue auch sehr Dankbar auf 2017 zurück, als Überschrift gebe ich “Lehrreich” … hab dazu auch einen Blogpost geschrieben, vielleicht hast du ja Lust und Zeit ihn mal zu lesen!
    Sonst würde ich mich hier wiederholen hihi

    Ich wünsche dir Kraft und erinnere dich an Galater 5, 22-23 Gottes Geist bringt so manche Früchte in unserem Leben zum Vorschein … im Grunde sind somit die Samen in uns, ist doch schön zu wissen, oder?! Ein Samenkorn heißt Selbstbeherrschung – wie Disziplin!

    Liebe Grüße
    Naemi

    • Vielen Dank Naemi, auch wenn ich mich doch gegen “Disziplin” entschiedne habe – zumindest als Jahresmotto 😉 haben mich deine Gedanken sehr ermutigt.
      Alles Liebe, Regina

  2. Liebe Regina ich wünsche euch ein glückliches und gesegnetes neues Jahr. Ich hoffe die Kinder sind wieder gesund, sag Hanna das Sie nicht dran festhalten soll das Sie wieder krank wird. Die Überzeugung nicht Krank zu werden hat mir schon oft geholfen wenn andere um mich krank waren. An dem Satz „Alles beginnt im Kopf“ ist schon was wahres dran. Positives denken wirkt sich auch auf den Körper aus, aber das weist du ja. Hab dich lieb

    • Danke Irina! Ich drück dich und würde mich so freuen, dich mal wiederzusehen… ist schon sooo lange her…

  3. Habe bei meinem Komentar vergessen zu schreiben Liebe Grüße deine Kusine Irina G.

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