Mein Motto 2017: ACHTSAMKEIT

Achtsamkeit.

Was für ein Wort.

Und wie viel Bedeutung.

Achtsamkeit.

Das Hier und Jetzt sehen. Leben. Genießen.

Darüber habe ich vor einem Jahr bereits geschrieben: Lieber JETZT leben statt auf das DANN warten.

Diesen Weg gehe ich nun schon eine Weile. Mal mehr, mal weniger geradeaus.

Aber achtsam sein und mich selbst beachten - das muss ich neu lernen.

Ich weiß, ich bin nicht die einzige Mama, die zurückfinden muss.

Nein, zurück-finden ist nicht das richtige Wort.

Ich weiß, wer ich bin. Ich bin nicht mehr dieselbe wie vor meinen Kindern und ich möchte auch nicht dieselbe sein.

Was ich aber lernen möchte, ist, wieder bei mir selbst anzukommen. Denn ich habe mich vernachlässigt. In gewissem Maße ist das auch gut und erforderlich. Einerseits weil es das Elternsein mit sich bringt, sich manchmal hintenanzustellen. Und andererseits hat Jesus von Selbstverleugnung gesprochen, was bedeutet, dass wir ihm folgen und er der Mittelpunkt ist.

Aber weder Gott noch unsere Kinder freuen sich darüber, wenn wir nicht für uns sorgen.

Deshalb möchte ich das in diesem Jahr wieder lernen.

Körperwahrnehmung

In den letzten 8 Jahren hat mein Körper viermal starke Veränderungen durchgemacht. Vier Schwangerschaften, vier Geburten, davon ein Kaiserschnitt, dreimal stillen. Kilos, Hormone, Hautunreinheiten - es ist alles ein einziges Chaos bei mir. Und mit jedem Mal dauert es länger, bis ich mich wieder erkenne. Manchmal sage ich "bis ich wieder normal bin".

Aber das Schlimmste war, dass ich mich eine ganze Weile in meinem Körper fremd gefühlt habe.

(Dazu werde ich wohl mal einen eigenen Artikel schreiben, denn ich habe gerade angefangen, zu weit auszuholen. ;-))

Ich möchte mich in diesem Jahr wieder ein wenig mehr um meinen Körper kümmern. Sport, bewusste Ernährung und endlich wieder durchschlafen. Letzteres kann ich leider nicht beeinflussen. Aber die ersten beiden Dinge finde ich wichtig, weil sie mir helfen, mehr Energie in meinem Alltag zu haben. Und außerdem möchte ich darin ein Vorbild für meine Kinder sein.

Grundbedürfnisse

Warum denke ich so oft über mich nach. Das nervt. Ist doch voll ergositisch. Will ich nicht mehr. Immer nur darum kreisen, dass ich gern mal ausschlafen oder einen Tag allein verbringen würde. Ich war müde. Erschöpft.

Ich hatte es so satt, mich um mich selbst zu kreisen. Da konnte ich nicht verstehen, was meine Mentorin meinte, als sie sagte, dass ich mich selbst oft vergesse. Das passte für mich nicht zusammen. Schließlich war ich der größte Egoist auf Erden.

Dann erklärte sie mir aber die Sache mit den Grundbedürfnissen.

Ich bin tatsächlich ein Mensch - und das meine ich nicht als Stärke - der sich hintenanstellt, der sich tatsächlich vergisst, wenn es um den Familienstammbaum geht. Das klingt vielleicht heroisch, ist aber tatsächlich ziemlich dumm. (Was nicht bedeutet, dass ich nie egoistisch handle.)

Selbstachtung, das will ich lernen. Auf mich zu achten, um gesund zu bleiben. Um da zu bleiben und mich nicht zu verlieren. Und ganz bei meiner Familie sein zu können. Um Gottes Plan für mein Leben zu sehen. Ich kann nichts geben, wenn ich leer und ausgebrannt bin. Also muss ich darauf achten, meinen Tank immer wieder neu aufzufüllen bzw. auffüllen zu lassen.

Tochter Gottes sein

Ich darf wissen, dass ich wichtig bin. Und dass ich einen Platz habe.

Es geht nicht um mich in meinem Leben. Aber mein Gott hat mir dennoch alles geschenkt.  Das ist die Antwort auf so viele Sehnsüchte. Ich darf mich fallen lassen, mich anlehnen und einfach sein. Tochter sein. Kind sein.

Und als solche möchte ich mich mehr achten. Den Segen, den ich tagtäglich erleben darf. Meinen Vater, der mir diesen schenkt.

Ich möchte die Stärke, die ich durch ihn habe, achten und meinen Auftrag wahrnehmen. Das habe ich in den letzten Monaten vergessen. Es ist schwer. Manchmal ist es so richtig, richtig schwer. Wenn man müde und erschöpft ist, dann noch daran zu glauben, dass übernatürliche Kraft in einem wohnt. Ich hatte keine Lust mehr, ganz ehrlich. Immer wieder kämpfen und mich am Ende als Versagerin fühlen. Warum sich überhaupt noch anstrengen?!

Es gab in den vergangenen Monaten immer wieder Momente, in denen ich mich bewusst entschieden habe, nicht zu kämpfen, sondern es mir lieber gemütlich zu machen. (Passend dazu habe ich vor einigen Tagen einen Artikel auf dem Blog von Ann Voskamp gelesen.) Ich hatte meinen Auftrag aus den Augen verloren, weil er mir so viel abverlangt hatte.

Aber ich war nicht glücklich. Gemütlichkeit bedeutet nicht Glück. Wahre Freude erleben wir doch nur dann, wenn wir im Augenblick sind und nicht vor dem echten Leben fliehen. Genau das hatte ich aber versucht. Ich wollte am liebsten fliehen.

Da muss ich wieder an Psalm 139 denken, der so gern zitiert wird, wenn es darum geht zu sagen: "Hab keine Angst! Gott ist immer bei dir, egal wo du bist." Hier spricht aber auch der Frust aus David: "Egal, wo ich mich verstecken will, du bist überall. Was soll das!?!"
Das kenne ich ja so gut. Ich war auch auf der Flucht und bin es eigentlich immer mal wieder, wenn es darum geht, seinen Auftrag für mich zu erfüllen. Denn das bedeutet Anstrengung und Opfer.

Doch ich komme immer und immer wieder zu dem Schluss:

Wohin sonst sollte ich gehen...

Nirgendwo anders finde ich Erfüllung und Frieden und alles, wonach mein Herz sich sehnt.

Und deshalb möchte ich meine Gotteskindschaft neu achten lernen.

"Ich bin eine Königstochter", sagte sie mit Tränen in den Augen.

 

Diese Bilder sind auf meinem "Besinnung- oder Achtsamkeitsspaziergnag" entstanden. Augen und Herz öffnen und die Seele durchatmen lassen. Hier und jetzt ankommen. Leben. Genießen. Sich beschenken lassen. Segen empfangen.

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Da hingen plötzlich Weihnachtskugeln an den Ästen 🙂

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2 Antworten

  1. Liebe Regina,
    diesen Eintrag finde ich wunderbar. Es spricht in meine Situation hinein. Befinde mich auch irgendwie auf der Flucht vor dem echten Lebensalltag. Will mich nur ungern der Situation stellen. Aber deine Worte motivieren mich wieder.
    DANKE!

    • Liebe Marina,
      ich freue mich, dass dich der Beitrag ermutigt hat. Bleib dran, denn es lohnt sich. Oft trennt uns nur eine Entscheidung von dem ECHTEN Leben.
      Alles Liebe und viel Segen dir!
      Regina

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