Mein Motto für das Jahr 2016: Dream

 

Träume. Ich habe es mir nicht ausgesucht oder reiflich überlegt. Es gab diesen Moment, in dem es mir einfach klar wurde.

Dream - ja natürlich!

Zuerst spricht mich dieses Shirt (von Esprit) an.

Dann kaufe ich mir das Büchlein zur Bible Study von Havilah Cunnington mit dem Untertitel: „Dream Chasing God’s Way“.

Und dann finde ich diesen Notizblock. Plötzlich machte es Klick:

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Dream.

Es ist mehr als ein Traum

Nein, ich fange nicht erst jetzt an zu träumen. Fragt, meinen Mann, der wird euch erzählen, was ich schon alles für Ideen hatte! (Oder auch nicht, denn er kann sie sich nicht alle merken…)

Ich habe schon immer groß gedacht und mir die verrücktesten Dinge vorgestellt. Aber ich hatte früher ehrlich gesagt keinen Glauben daran, dass auch nur etwas davon wahr werden würde.

Die meisten meiner Träume bleiben nur Träume. Das ist ok.

Aber da gibt es diese bestimmten Träume, von denen ich weiß: Es ist mehr als ein Traum. Es ist ein tiefer Wunsch, eine Sehnsucht etwas zu tun. Das Wissen, dass ich es tun muss. Ein Traum, der nicht aus mir selbst kommt, sondern der in mich hineingelegt worden ist.

Kann man es Berufung nennen?

2009 habe ich das Projekt lily white gegründet. Aber schon zwei Jahre davor keimte langsam dieser „Traum“ auf. Ich wollte etwas ins Leben rufen, das Mädchen und Frauen in ihrem Glauben ermutigt und herausfordert. Und ich wollte es leiten. Ich fühlte mich komisch, das auszusprechen. Ich war mir selbst nicht mal sicher, ob ich das wirklich wollte. Aber wie sollte ich jemandem erklären, dass ich fühlte: Ich musste es tun. Wie erklärt man jemandem, dass man tief in sich spürt, dass man einen Auftrag hat, wenn man keine schriftliche Arbeitsbeschreibung vorzuweisen hat? Werden es die anderen verstehen? Werden sie mich für eine Träumerin halten? Oder für stolz?

Ich gebe zu, davor hatte und habe ich am meisten Angst. Ja, ich habe häufig Angst vor dem Urteil anderer Menschen. Und diese Angst verunsichert mich und hält mich manchmal zurück.

Ich wollte oft aufgeben, ehrlich. Aber ich durfte nicht. Der Satz meiner Seelsorgerin klingt mir in solchen Zeiten immer wieder in den Ohren:

„Regina, pass auf, dass du nicht vor deiner Berufung davonläufst.“

Denn ganz ehrlich: Danach ist mir ganz oft: Weglaufen. Es wäre so viel einfacher. Nicht diese Verantwortung haben. Keine Versagensängste mehr, mich nicht ständig überwinden müssen, mich vor Leute zu stellen, um was zu erzählen oder auf „Artikel veröffentlichen“ zu klicken. Manchmal denke ich mehr an das Unmögliche, statt einfach zu sagen:

„Ok, Gott. Ich mach’s. Ich kann das zwar nicht, aber das ist dein Part in dieser Geschichte.“

Ich habe Angst vor meinem Traum. Meinem Traum, mit anderen zu teilen, was wir mit und durch unseren kleinen Samuel gelernt haben. (Lies dazu Meine Geschichte)

Aber dann sagt Gott wieder zu mir:

„Wenn deine Träume dir keine Angst machen, sind sie nicht groß genug. Gerade weil du das nicht alleine kannst, will ich, dass du es tust: mit mir. Ich bereite dich vor. Ich lehre dich. Ich führe dich. Du gehst los und ich sorge für den Rest. Und über jedes Hindernis werde ich dich tragen, seien es hohe Berge, die dir den Blick versperren oder Schluchten, in die du fallen könntest. Dein Traum ist mein Traum für dich.“

Was ist dein Traum

Ich frage nicht, nach dem Ob, sondern nach dem Was. Ob du einen Traum hast, ist nicht die Frage. Ich bin überzeugt davon: Jeder hat diesen bestimmten Traum in sich. Einen Traum davon, die Welt ein Stück zu verändern. Es ist nicht der Stolz, der daraus spricht, sondern es ist unser Auftrag von Gott und deshalb eine tiefe Sehnsucht in jedem von uns.

Was würdest du tun, wenn du alles Geld der Welt zur Verfügung hättest? Was sollen die Menschen auf deiner Beerdigung über dich sagen?

Die Antworten auf diese Fragen können dir helfen, deinen Traum zu finden.

Es geht um das Was.

Mein Traum ist noch nicht voll ausformuliert und in Einzelheiten geplant. Ich weiß nicht, wie konkret das Ziel aussieht, geschweige denn, wie ich dorthin komme. Aber ich kenne die Richtung und den ersten Schritt. Das reicht, um loszugehen.

Meine ersten Schritte

  1. Seit ich die erste Ahnung davon hatte, was ich einmal tun möchte, bete ich dafür, träume mit meinem Mann davon und rede mit Menschen darüber, die mich gut kennen.
  2. Ich treffe Vorbereitungen wie Schreiben und Fotografieren lernen.
  3. Ich mache meinen Traum zur Priorität. Nicht zur ersten. Meine Beziehung zu Gott und meiner Familie bleiben immer ganz oben. Aber in meiner Zeit- und Finanzplanung müssen manch ein Hobby oder Shoppingtrip zurücktreten. Damit ich mehr Zeit zum Schreiben habe, wird einmal in der Woche die liebe Nora kommen, um mit Klein-Emma zu spielen. Und zu Weihnachten fiel mein Geschenk etwas üppiger aus. Mein lieber Mann schenkte mir eine neue Kamera!! (Ich hab geheult...)
  4. Als nächstes stehen ein paar Punkte auf der Liste, vor denen ich mich schon lange drücke. Aber jetzt ist der erste Schritt getan und nun habe ich keine Wahl mehr.

Du siehst, ich habe noch keinen Fünfjahresplan, wie ich meinen Traum erreiche. Ich weiß nicht, WIE, aber ich weiß DASS. Schließlich liegt es nicht nur an mir. Ich vertraue auf Gottes Timing und blicke gespannt in die Zukunft.

Was sind deine ersten Schritte

Wenn du deinen bestimmten Traum schon kennst oder wenn du nur eine leise Ahnung davon hast, in welche Richtung er geht, dann sei mutig und steh dazu. Teil ihn mit anderen. Ich würde mich auch freuen, wenn du ihn mit mir und den anderen Lesern teilst. Denn wenn du ihn formulierst und teilst, dann wird er real. Es motiviert.

Und du kannst dich nicht mehr davor drücken, ihn zu leben.

 

Lass uns gemeinsam mutig sein!

 

(Wenn du diese Thema vertiefen möchtest, dann kann ich dir die Bible Study von Havilah Cunnington echt empfehlen (leider nur englisch). Ziel dieses 20-tätigen Kurses ist, dass jeder seinen Traum entdeckt. Hier gibt es weitere Infos: www.truthtotable.com.)

 

6 Antworten

  1. Hallo Reginchen!
    Ich finde es ist ein sehr schöner Traum, denn du gehst und verwirklichst !!!!
    Ich sehe zu dir auf und denke – wieso kann ich mich nicht überwinden und öffnen und auch mal fragen zu stellen um voranzukommen ? Ist das eigener stolz ??? Nun traue ich mich einfach mal was zu schreiben…
    Wie ist es mit den Träumen , die immer wieder auf einen zurück kommen und man sich das sehr sehr wünscht – aber nicht weiß wie man mit dieser Sache so richtig Gott verherrlichen kann oder Ihm dienen? Ich fotografiere ja schön länger und habe wieder damit intensiver angefangen , und Schulungen usw. Es macht mir so viel Spaß und Freude … Aber muss man nicht etwas noch suchen womit man genauer dienen kann ? Ich meine das Wort verkündigen , kinderstunden Leitung usw? Oder ist das nur sehr eingeschränkter Blickwinkel ?was ist dann mit den Träumen ? Lg

    • Hallo liebe Irina! Ich freu mich sehr, von dir zu hören – wir haben uns ja wirklich lange nicht mehr gesehen.
      Ich kann deine Ängste wirklich gut nachvollziehen. Manchmal geht es mir immer noch genauso. Aber ich bin davon überzeugt, dass sie unberechtigt sind. Gott hat für jeden von uns ganz unterschiedliche Aufgaben. Er gebraucht Leute, die reden. Und er gebraucht die Kreativität anderer. Gott ist selbst so kreativ – das sehen wir daran, was für eine wunderschöne Natur er erschaffen hat und an jedem einzelnen Menschen. Ich glaube nicht, dass etwas gegen einen Traum spricht, diese Kreativität und Schönheit Gottes in Bilder einzufangen. Kreativität ist ein Geschenk. Und du solltest sie unbedingt ausleben.
      Außerdem sprechen Bilder. Sie erzählen Geschichten. Wecken Emotionen. Und auch wenn nicht jedes einzelne Bild die Botschaft des Evangeliums vermittelt, ist es doch ein Hinweis auf unseren Schöpfer.
      Gaben sind dazu da, dass wir einander ermutigen und einander dienen. Das kannst du mit deinem Traum wunderbar tun.
      Also, Irina, schrecke nicht davor zurück, deinen Traum anzugehen. Gott wird dir sagen, wann es wohin geht. Ich wünsche dir ganz viel Mut und Segen dabei!
      Alles Liebe,
      Regina

  2. Liebe Regina,
    vielen Dank, dass du deine motivierenden Gedanken mit deinen Lesern teilst.
    Ich wünsche dir Gottes Segen!

    • Vielen Dank, Marina!
      Ich freu mich, dass dich meine Gedanken motivieren! Gott segne auch dich 🙂
      Alles Liebe,
      Regina

  3. Hallo liebe Regina,
    ich freue mich wieder von dir zu lesen. Deine Gedanken zum Thema Berufung sind sehr schön. Es ermutigt mich, mir meinen Traum mal wieder etwas bewusster zu machen und weitere Schritte zu gehen.
    Gottes Segen auf deinem Weg, Julia

    • Vielen Dank für die Segenswünsche!
      Ich wünsche dir auch viel Mut bei der Erfüllung deines Traums. Lass dich beschenken 🙂
      Regina

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