Premiere: Unsere erste Lesung

*  Eigenwerbung

Wir haben gefeiert!

Unser Buch ist erschienen. Wir halten es endlich in den Händen und schauen es immer noch ungläubig an. Sind dies tatsächlich unsere Worte darin? Schwarz auf weiß, für jeden lesbar? Samuels Geschichte, unser Schmerz und unsere Hoffnung?

Ja, wirklich. Es ist nicht nur eine Geschichte über Trauer. Ich hoffe von Herzen, dass am Ende die Hoffnung bleibt.

Und deshalb war es eine Feier der Hoffnung. Und Dankbarkeit. Denn wenn wir an Samuel denken, sind dies unsere vorherrschenden Empfindungen neben unserer Liebe zu ihm. Es sind Tränen geflossen, bei vielen der Zuhörern mehr als bei uns. Wir hatten uns so darauf eingestellt, uns zusammenzureißen, dass wir es recht gut geschafft haben. Aber auch das Weinen gehört dazu. Denn so ist das Leben nun mal. Wo tiefe Freude ist, ging meist ein Weg der Trauer voraus. Und dort, wo Tränen fließen, wartet der Segen Gottes darauf, empfangen zu werden.

Wir haben Erinnerungsstücke von Samuel mitgebracht, die im Buch erwähnt sind. Auf seiner Spieluhr erkennt man noch leicht den Blutfleck, der darauf getropft ist, als ihm ein Zugang gelegt wurde.

Unten steht der Junge mit dem goldenen Herzen. Der schien so passend, weil unser Samuel den schweren Herzfehler hatte.

Und hier stehen der große Bruder und der kleine Bruder zusammen. Diese Figur haben wir Ben geschenkt und sie hat einen Ehrenplatz in seinem Zimmer.

Gleich geht's los und wir sind alle furchtbar aufgeregt...

Die folgenden Fotos hat Vanessa von meinem lily white Team gemacht. Laura hat gefilmt. Julia hat den Flyer und die Postkarten entworfen. Und Christine hat beim Verkauf geholfen. Was wäre ich ohne diese tollen Frauen!!

Und hier unten seht ihr Nora Pries, die fünf Lieder für uns gesungen hat, die uns in dieser Zeit begleitet haben und uns bis heute viel bedeuten. Begleitet wird sie von Walter Tissen. Nora hatte mir schon angekündigt, dass sie während der Lesung nicht zuhören würde, um nicht zu weinen, sonst würde sie nicht singen können. Und ich hab auch versucht, mich nicht so sehr auf die Liedtexte zu konzentrieren. Aber während der zweiten Strophe von "I will carry you" lief ein Strom von Tränen über meine Wangen. Am liebsten würde ich eine Buch-Tour mit ihr zusammen machen, weil es einfach nicht schöner hätte sein können.

Unser Pastor Gerry Wiebe hat uns am Anfang und zwischendurch einige Fragen gestellt. Einerseits gab es dadurch etwas mehr Abwechslung und wir konnte dadurch die ganze Geschichte grob umreißen. Gerry hat auch damals - vor fünfeinhalb Jahren - die Predigt auf der Beerdigung gehalten, die teilweise im Buch abgedruckt ist.

Wir haben es genossen, die Fotos von unserem kleinen Vogel zeigen zu können. Schließlich erzählen Eltern gern von ihren Kindern und wir sind stolz darauf, Samuels Eltern zu sein.
Unsere Kinder saßen in der ersten Reihe und ich habe mich gefragt, was in ihren Köpfen und Herzen vor sich ging. Diese drei Süßen möchten natürlich ein eigenes Exemplar des Buches haben. Sie müssen es allerdings eingeschweißt lassen, bis wir es einmal alle zusammen durchgelesen haben. Ich möchte sie nicht allein mit ihren Emotionen lassen, wenn sie sich erinnern oder zum ersten Mal lesen, wie wir als Eltern alles empfunden haben. Es gibt viel Gesprächsstoff und wir lieben diese Lese- und Redezeiten sehr.

Übrigens sitzen neben Ben zwei Cousinen und ein Cousin von mir, die vier Stunden gefahren sind, um uns zu überraschen!! Glücklicherweise kamen sie eine Stunde früher, damit ich Zeit hatte, das zu verarbeiten. Ich war überwältigt!
Wir haben schon eine ganze Weil beobachtet, wie Emma damit gekämpft hat, sitzen zu bleiben. Vanessa konnte sie zwischendurch ablenken, indem sie ihr Fotos auf der Kamera gezeigt hat, aber irgendwann ging es nicht mehr. Kurz vor Schluss kam sie zu uns nach vorne, was super schön war und ich hab überlegt, auch Ben und Hannah zu uns zu rufen. Schließlich ist es unser Familienprojekt.
Und dann war Zeit für Begegnungen und Gespräche. Ich muss zugeben, dass es etwas komisch für mich ist, so viele Bilder von mir zu sehen, weil ich normalerweise hinter der Kamera stehe. Aber ich finde es toll, diese Menschen um mich herum zu sehen und erinnere mich noch immer an ihre lieben Worte.

Hier oben seht ihr unsere tollen Nachbarn mit der wunderbaren Judith Hildebrandt, die mich immer wieder ermutigt und mich beim Schreiben unterstützt hat. Auch andere haben mir mit ihren fachlichen Kenntnissen oder persönlichen Eindrücken geholfen. So auch Tirza, über die ich einen Artikel für die nächste Joyce schreiben durfte.

Außerdem ist auch Birgit mit ihrem Mann Henning gekommen. Birgit ist Gründerin und Leiterin von Hopes Angel - ein Verein und Netzwerk mit einer tollen und breitgefächerten Arbeit für Eltern nach Fehlgeburt, Todgeburt oder Neugeborenentod. Hier mache ich auch meine Fortbildung zur Sternenkindbegleiterin.

Diese Leckereien haben den Abend wunderbar abgerundet. Die begabte Lauren aus unserer Gemeinde hat das zusammen mit ihrer Mama und ihrer Schwester vorbereitet.

Wie gesagt: Ein Familienprojekt.

Wir kommen gerne für eine Lesung zu euch. Den Schwerpunkt können wir zusammen entscheiden.

Am 16. März in Wiehl wird es noch mehr um die medizinische Seite und unsere Zeit im Krankenhaus gehen.

Am 13. April in Porta Westfalica werden wir die Trauer von Betroffenen im Blick haben.

Am 15. Juni sind wir in Berlin.

Weitere Schwerpunkte können sein:

Dankbarkeit und mein Leben im Hier und Jetzt

Wo ist Gott in meinem Leid

Schreibt mir gerne an regina@lily-white.de, wenn ihr auch Interesse an einer Lesung habt.

Oder wenn ich euch ein Buch zuschicken darf.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir erzählt, wie es für euch war, das Buch zu lesen. Gerne könnt ihr auch eine Rezension bei Gerth, SCM und Amazon da lassen.

DANKE!! DANKE!! DANKE für eure Unterstützung!!!!!!

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