Unsere Adventsbotschaften à la Sophie

 Der etwas andere Adventskalender

Was für Botschaften und wer ist Sophie?

Nun Sophie ist das Mädchen aus diesem Buch von Ursula Habich: Sophies ganz besondere Weihnachtszeit. Wir haben es den Kindern vor drei (?) Jahren geschenkt. Sophie hat genaue Vorstellungen davon, was alles in ihren Adventskalender hineingehört. Ist doch eigentlich wirklich lieb von ihr, so müssen ihre Eltern gar nicht mehr überlegen. Aber diese beschlossen, ihr einige ihre Wünsche auf eine ganz besondere Weise zu erfüllen.

Sophie bekam statt eines Kalenders Adventsbotschaften. Morgens, nach der Schule oder doch am Abend? Sie musste ihre Augen offen halten. Zuerst war sie wenig begeistert davon, dass sie den rosa Schal, den sie sich gewünscht hatte, selbst stricken sollte. Oder davon, dass sie den erhofften Korb voller Leckereien mit anderen Kindern teilen sollte. Aber sie hat ganz wichtige Dinge in dieser besonderen Weihnachtszeit gelernt.

Als wir das Buch zu Ende gelesen hatten, sagten unsere Kinder, sie wollten beim nächsten Mal auch Adventsbotschaften haben. Wow! Was für eine super Idee!!

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Vorübelgungen

Jetzt ist Kreativität gefragt.

Zuerst schaue ich mit den Terminkalender an, um Veranstaltungen miteinzubeziehen, die wir auf jeden Fall besuchen möchten. Dann überlege ich mir, mit welchen Aktivitäten wir die Kinder noch überraschen können. Daraus versuche ich dann Botschaften zu formulieren, die entweder Aufgaben enthalten oder sie für wichtige Werte sensibilisieren. Oder einfach ÜBERRASCHUNG rufen.

Als nächstes sammle ich Ideen, wie wir andere Menschen in der Weihnachtszeit beschenken oder segnen können.

Aber wir möchten natürlich auch ganz viel Gemütlichkeit und Gemeinschaft haben, einfach zusammensein, singen und lesen. Auch dafür wollen wir uns bewusst Zeit nehmen.

Die einzelnen Botschaften sind teilweise noch nicht auf die Tage festgelegt, weil wir manchmal spontan entscheiden, ob wir etwas unternehmen möchten oder lieber zu Hause bleiben. Vielleicht werden wir auch nicht alles schaffen oder mir fällt noch etwas Besseres ein. Mal sehen, wir bleiben offen und flexibel.

Das können wir sein, weil wir die Botschaften jeden Tag einzeln übergeben. Ähm, nein... Eigentlich müssen die Kinder die Botschaft selbst entdecken. Mir war gar nicht bewusst, dass dieser Part ihnen so wichtig und besonders ist. Aber sie freuen sich fast am meisten auf das Suchen 🙂

An manchen Tagen wird es auch Geschenke geben. Mal für uns als Familie, mal nur für die Kinder. Über Geschenke möchte ich noch einen gesonderten Artikel schreiben, nur weiß ich nicht genau, wann ich das schaffen werde. Es ist gerade nicht planbar.

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Die Neufeld-Botschaften

Und nun hoffe ich, dass ihr Inspirationen findet, wie ihr vielleicht das ein oder andere Element auf eure Familie anwenden könnt.

  1. Unser Weihnachtsbaum steht, aber er soll noch schöner und noch "Neufelder" werden. Deshalb wollen wir gemeinsam eine Girlande und eine Kugel mit unseren Fingerabdrücken basteln. (Selbst gemachter Baumschmuck erzählt eine einzigartige Geschichte und ich möchte, dass die Kinder wissen, wie viel uns ihre Kunstwerke bedeuten. Die Kugel mit den Fingerabdrücken könnte eine neue Tradition werden, mal schauen.)
  2. Lasst uns ganz viele Plätzchen backen und sie mit unseren Nachbarn teilen. PS: Einige Tüten bitte bis morgen aufbewahren. (Die Kinder lieben es, Plätzchen zu backen und wir wollen auch andere damit beschenken. Ich werde die Tütchen zu der Botschaft legen - muss sie erstmal besorgen. Diese Aufgabe muss einen Tag vor unserem Weihnachtsmarktbesuch erfüllt werden...)
  3. Jippie! Der Weihnachtsmarkt wartet auf uns. Viel Spaß beim Karussellfahren! (Die letzten Jahre lagen der Botschaft schon zwei Chips für ein Karussell bei. Mal sehen, ob wir das wieder schaffen.) Aber vorher wollen wir noch einige Menschen beschenken, die nicht so viel haben wie wir. Wir schenken ihnen die Plätzchen, die wir aufbewahrt haben, kaufen einem Obdachlosen etwas zu essen und warme Socken. (Diese Idee ist während unserer Überlegungen über das Beschenken und Teilen in der Weihnachtszeit entstanden.)
  4. Überraschung!! Heute ist Mamatag. Ben und Hannah gehen mit Mama ins Ballett. Emma und Papa können leider nicht mitkommen. Womit können wir ihnen eine Freude machen? (Hannah und ich waren letztes Jahr zum ersten Mal im Familienballett in Bonn. Bei diesen besonderen Vorstellungen macht ein Erzähler die Geschichte für die Kinder verständlich. In diesem Jahr nehmen wir Ben auch mit. Ich wollte schon immer mal eine Aufführung vom Nussknacker sehen.)
  5. Papatag heißt: Ausflug in die Eishalle! Hier könnt ihr lernen, dass man durch Üben immer besser wird. (Mal schauen, vielleicht schleichen Emmi und ich uns mit rein und spielen Paparazzi 😉 )
  6. Wir möchten unsere Freunde mit einem weihnachtlichen Gruß überraschen. Lasst uns Karten für sie basteln und aufschreiben, was an Weihnachten wichtig ist. (Im letzten Jahr gab es weihnachtliche Washi Tapes dazu. Davon haben wir aber noch mehr als genug.)
  7. Meine Lieben, unsere Fenster brauchen noch etwas mehr Weihnachtszauber. Vorher müssen sie allerdings noch sauber gemacht werden. (Das ist dringend nötig und die Kinder helfen dabei sehr gerne.)
  8. Lasst uns Samuels Grab dekorieren mit Zweigen und Schmuck für sein Bäumchen. Danach können wir in der Bücherei schauen, ob wir noch einige Weihnachtsbücher finden. (Jedes Jahr pflanzen wir einen ganz kleinen Tannenbaum auf sein Grab. Letztes Jahr haben wir entdeckt, dass Bügelperlen wie kleine Kugel daran aussehen. Danach besuchen wir die Bücherei der Kirche, zu der der Friedhof gehört. Außerdem haben wir uns von einem Buch dazu inspirieren lassen, einen Zweig aus unserem Tannenbaum abzuschneiden und ihn auf Samuels Grabstein zu legen.)
  9. Manchmal wollen wir auch einfach nur zu Hause sein. Wie wäre es mit einer heißen Schokolade und ganz viel Lesen? (Dazu gibt es dann eins der Bücher, die ich bestellt habe.)
  10. Heute erforschen wir die Geschichte von Martin Luther. Was können wir von ihm lernen? (Dazu habe ich auch ein Buch für die Kinder bestellt und Ben bekommt die Luther-Figur von Playmobil. Hannah wird sich über den Labels freuen, den sie sich wünscht. Und Emmi bekommt nach und nach eigenes Playmobil, denn sie liebt diese kleinen Püppchen und schleppt bisher immer Hannahs "Fauen" durch die Gegend.)
  11. Puzzletag! Wir wollen alle zusammen ein großes Puzzle aufbauen. Schaffen wir das? (Ich habe ein Puzzle mit 300 Teilen besorgt. Ich glaube, das würde Ben auch alleine schaffen, aber dies soll ein Familienprojekt werden.)
  12. Es wartet ein langer Tag auf euch. Wenn ihr nach Hause kommt, dann gönnt euch eine Pause bei einer neuen spannenden Geschichte. (Der Donnerstag ist bei uns ein sehr langer Tag. Einerseits kommt Alex spät (also um 16 Uhr) nach Hause und die Großen haben Musikunterricht und Kinderturnen. Bei einem Hörspiel können sie richtig abschalten und entspannen.)
  13. Der neugeborene König. Schon komisch, dass er im Stall geboren ist oder? Wollen wir nochmal schauen, wie die Tiere das erlebt haben? - Natürlich während wir unsere selbegebackene Pizza essen. (Vor zwei (?) Jahren haben wir ihnen diese DVD geschenkt und an diesem Abend schauen wir uns die Weihnachtsfolge an. Dazu gehört für uns immer eine leckere Pizza.)
  14. Unser neuer Familienkalender. Er ist so schön, aber noch nicht ganz Neufeld-mäßig. Wie können wir ihn zu unserem machen? (Ich habe keinen Kalender zum Selbstgestalten gekauft. Trotzdem möchte ich die Illustrationen zusammen mit den Kindern noch ein wenig individualisieren.)
  15. Heute arbeiten wir mit der Nähmaschine an einigen Geschenken. - Pssst! (Schließlich sind selbstgemachte Geschenke immer am schönsten, nicht wahr? Wir haben schon bemalte Teller, selbstgestaltete Kerzen, Bilder auf Leinwänden und anderes für Omas & Opas und Freunde gemacht. Diesmal suchen wir etwas aus Hannahs Nähbuch aus, das sie im letzten Jahr von den Großeltern zu Weihnachten bekommen hat.)
  16. Es gibt viele Menschen, die sich allein fühlen, besonders in der Weihnachtszeit. Lasst uns jemandem mit einem Besuch eine Freude machen. (Da möchte ich noch schauen, ob wir mit andere zusammen ein Altenheim besuchen können. Ansonsten wird uns sicher jemand anderes einfallen.)
  17. Heute können wir uns auf die "Lebende Krippe" freuen! Ben und Papa haben den Auftrag, beim Aufbau zu helfen und wir Mädchen backen einen großen Kuchen für die Gäste. (Diese Veranstaltung findet jedes Jahr in unserer Gemeinde statt. Schafe und andere Tiere sind ein besonderes Highlight. Aber es gibt auch viele Leckereien, Bastelangebote, Kinderschminken, Stockbrot und Ponnyreiten. In diesem Jahr werden die Kinder etwas vorsingen und unser Großer hat seine Premiere mit einem Solo.)
  18. Wie jedes Jahr möchten wir anderen etwas von unseren vielen Sachen abgeben, weil Menschen wichtiger sind als Dinge. Jeder sucht 10 Dinge aus, der er verschenken möchte. (Ich finde, dass 10 Dinge eigentlich nicht viel ist, aber ich merke, dass ich keine zu große Zahl wählen sollte, um die Freude am Abgeben zu erhalten.)
  19. In unserer Nachbarschaft gibt es viele Menschen, denen es nicht gut sind. Manche sind alleine, manche krank, viele wissen nicht, dass Gott sie liebt. Deshalb gehen wir heute durch die Straßen und beten für die Menschen in den Häusern. Nebenbei können wir die vielen Lichter bestaunen. Und dann gönnen wir uns zu Hause eine heiße Schokolade mit Marshmallows. 🙂
  20. Wir beten, dass auch unser Patenkind in Thailand ein schönes Weihnachtsfest hat und schreiben ihr einen Brief. Außerdem möchten wir noch ein Kind unterstützen. Lasst uns gleich die Anmeldung ausfüllen. (Wir haben schon lange vor, einen Jungen zu unterstützen und hoffen, dass Ben sich dann verantwortlich dafür fühlt, ihm zu schreiben und für ihn zu beten. So dass es quasi sein Patenkind ist und das Mädchen in Thailand Hannahs. Wir möchten sie mehr miteinbeziehen und ihren Blick für Mission schärfen.)
  21. Die syrische Familie in unserem Haus weiß noch nicht viel darüber, wie und warum wir Weihnachten feiern. Deshalb wollen wir sie einladen und mit ihnen zusammen feiern. Was brauchen wir alles für eine Weihnachtsparty? (Die Kinder sollen die Feier planen und sich überlegen, was die wesentlichen Elemente von Weihnachten sind. Ich bin gespannt, ob die Familie kommt. Denn bisher waren sie immer sehr zurückhaltend, wenn es darum ging, zu uns zu besuchen. Aber sie sind selbst sehr gastfreundlich. Ich werde berichten.)
  22. Ich lasse Platz für Spontanität.
  23. Und Kreativität.
  24. Heute ist Heilig Abend. Bevor es nachher zum Gottesdienst geht, wollen wir schon alles für unsere Feier vorbereiten. Mama kümmert sich um das Essen, Papa saugt nochmal durch und ihr Kinder deckt den Tisch besonders festlich. (Dabei haben sie immer überaus kreative Ideen. Früher habe ich das immer gemacht und sie damit überrascht, aber ich habe gemerkt, dass es ihnen total Spaß macht, mit einbezogen zu werden. - Das Ergebnis ist mir zwar oft etwas zu voll und zu bunt, aber die leuchtenden Kinderaugen sind es wert.) rn_13587 rn_13571

Und nun würde ich total gerne von euch erfahren, wie euer Adventskalender für Kinder, Ehemann oder Freundin aussieht. Es gibt ja unendlich viele Möglichkeiten!

6 Antworten

  1. Wow Regina, ich bin absolut hin und weg… Ich wünsche mir schon seit ich vom Adventskalender von Rebekka von Gottnaheglücklich gelesen habe, nochmal Kind zu sein und so schöne Aktionen zu erleben. Ihr habt sicher eine tolle gesegnete Zeit! 🙂 LG, Anne

    • Vielen Dank Anne! Ich muss sagen, ich bin als Mutter ganz oft wieder Kind und liebe es 🙂

  2. Super schoene Idee. vielen Dank fuer das Teilen!

  3. Oh, das ist eine großartige Idee!
    Das Buch kenne ich nicht, aber Ursula Häbich habe ich schon auf einer Frauenfreizeit kennengelernt und die Kinder haben von ihr Bücher gekauft, die sie toll finden!
    Ich glaube das Buch besorge ich mir auch noch!
    Ich packe den Kalender immer selbst, weil die Kinder das lieber mögen. Sie müssen den zu dritt teilen und kommen “nur” alle drei Tage dran.
    Gutscheine mit Unternehmungen sind auch drin, so muss man nicht immer mit Geld was kaufen und hat schöne Zeit zusammen.
    Aber die Idee von Dir ist toll, dass man Patenkinder übernimmt. Das werde ich mal mit meinem Mann besprechen. Könntest Du nochmal einen Blog verfassen über Patenschaft und wie das läuft und wie ihr Briefe sendet und ob ihr wisst, dass die ankommen? Das interessiert mich ganz doll!
    Gesegnete Adventszeit Euch toller Familie!
    Tina

    • Liebe Tina,
      ich schreibe mir das Thema Patenschaften gleich auf meine Liste. Das ist wirklich ein interessantes Thema.
      Ich finde es toll, wenn die Kinder sich einen Kalender teilen, weil sie sich mit dem anderen mitfreuen können. Ist nicht immer einfach, aber eine wichtige Lektion.
      Ich wünsche euch auch eine wunderbar Adventszeit, ohne Stress, mit ganz viel Segen.

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