Wiedersehensfreude

Mein Herz hämmert. Die Schmetterlingen in meinem Bauch fliegen wild durcheinander. So aufgeregt war ich lange nicht mehr.

Schon der letzte Nachmittag und Abend waren von der Vorfreude geprägt, meine Lieben wieder in die Arme schließen zu können. Ich hatte vier Tage allein im Kloster Maria Laach verbracht und nun war es höchste Zeit, nach Hause zurückzukehren.

Vor dem Frühstück hatte ich meine Sachen bereits ins Auto gebracht. Ich setzte mich ein letztes Mal in die leere Kirche und atmete tief ein. Dann fuhr ich zum Parkplatz des Hofladens, wo ich in wenigen Minuten Alex und unsere süßen Kinder treffen würde. Ich fühlte mich wie in der Zeit vor unserer Hochzeit, als wir eine Fernbeziehung geführt hatten.

Und dann waren sie da.

Ben und Hannah umklammerten mich von beiden Seiten. Eine strahlende Emma wurde mir wie ein hart erkämpfter Preis überreicht. Da blieb erstmal kein Platz für eine innige Umarmung zwischen Mann und Frau. Diese folgte, als die Kinder über das Klostergelände rannten, um den Ort zu erkunden, an dem ihre Mama die letzten Tage verbracht hatte.

Wir gingen in die Kirche und nahmen den Weihrauchgeruch wahr. Dann machten wir uns auf die Suche nach den Eichhörnchen, meine beiden Freunde. Doch diese ließen sich leider nicht blicken. Also wanderten wir hinunter zum See, um die Enten zu beobachten.

Es war windig und kühl, doch ich fühlte die Wärme von Zuhause in mir. Es gibt keinen schöneren Ort als Familie.

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In der Buchhandlung des Klosters habe ich ein paar Andenken für uns alle gekauft. Ben und Hannah haben diesen schönen Anhänger in einer Flaschenpost bekommen: Glaube, Hoffnung, Liebe. Schon zu Bens Einschulung hatte ich nach etwas gesucht, das ihn in der Schule daran erinnern würde, dass Gott immer bei ihm ist. Nun hängen diese drei Symbole an seinem Mäppchen.  RN_15833

Emmi hat einen Herzanhänger bekommen, den sie die ersten Tage immer mit sich getragen hat. Für Alex habe ich eine Kette mit einem Holzkreuz gefunden. Nicht, dass er Ketten tragen würde, aber ich wusste, dass ihm das Material gefallen würde. Diese beiden Teile habe gerade nicht gefunden, um sie euch zu zeigen.

Und für mich habe ich diese Erinnerung mitgenommen und ich freue mich immer noch darüber.

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Immer wieder fallen ganz interessante Sitzgelegenheiten auf.RN_15352 RN_15357 RN_15358 RN_15364
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Auf Wiedersehen, Maria Laach! Ich hoffe, wir sehen uns zur Lutherausstellung wieder.

2 Antworten

  1. So ein süßer Beitrag! Kann mir genau vorstellen, wie sehr du dich auf deine Familie gefreut hast 🙂
    Liebe Grüße
    Monika
    http://www.little-post.com
    https://www.facebook.com/littlepostblog/

  2. Eine tolle Familie! Wunderschöne Bilder! Ja, du hast recht, Familie ist so wunderbar. Und ein großer Halt in stürmischen Zeiten. Es ist auch so schön, das meine Großen jetzt schon das Resümee ziehen, das sie es schätzten das ich all die Jahre hauptamtliche Hausfrau & Mutter war. ” Es gibt und gab nichts schöneres, als Licht im Fenster zu sehen und dich im Haus zu entdecken, wenn ich völlig abgekämpft von einem langen Tag aus der Schule komme. Besonders wenn es auch noch ein doofer Schultag war”, sagte meine Tochter mal zu mir. Ich bin mittlerweile in der Lebensphase “Ernte einfahren!”. Es lohnt sich 1000 mal zu sagen “Häng deine Jacke auf!” ;-). Gerade jetzt, wo es mir nicht so gut geht, entlasten lich die Kinder seeeeehr. Familie ist toll und jegliche Investitionen darin lohnen sich – und zwar für uns alle. Lieben Gruß aus dem Sommerzimmer, deine Sandra

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