Wir in Frankreich Teil 2: Wohlfühlen in Le Poët-Lavel

Hundemüde kamen wir nach unserem Städtetrip in einem nicht wirklich schönen Hotel im Süden von Paris an. Emmi und ich gingen sofort ins Bett. Am nächsten Morgen hätten wir beinahe das Frühstück verschlafen. Wir stürzten aus unseren Zimmern, um unsere Bäuche aufzufüllen, bevor wir die sechsstündige Fahrt nach Le Poët-Laval antraten. Erst später merkten wir, dass wir in der Eile unsere Kulturtasche vergessen hatten, samt meiner elektrischen Zahnbürste, Gesichtscreme und Every-Day-Schminke. Naja...

Je näher wir unserem Ziel kamen, desto größer wurden unsere Augen. Diese Felder, diese Berge und die Städte an ihren Hängen.

Unser Häuschen war genauso schön und gemütlich, wie wir es uns vorgestellt hatten. Etwas kleiner vielleicht, aber das hat uns nicht gestört. Die Vermieter, ein herzliches Rentnerpaar, wohnte im anderen Teil des Hauses. Im Nachhinein finde ich es schade, dass wir sie so selten gesehen haben. Er spricht einwenig Deutsch, aber zum Großteil haben wir uns auf Englisch verständigt.

Ich muss zugeben, ich konnte der französischen Sprache noch nie etwas abgewinnen. Spanisch hat mir immer besser gefallen. Aber jetzt mag ich den Klang und vor allem den Akzent.

Ich bin ja so froh, dass ich hier nicht Auto fahren musste. Es passt gerade mal ein Auto auf die Straße, aber es sind keine Einbahnstraßen. Tja, da müssen schon mal die Höfe oder engen Gassen dran glauben.

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Das herbstliche Grün und die sandfarbenen Steine dieser Stadt hießen uns sehr herzlich willkommen.
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Dies ist der Eingang zu unserer Wohnung. Ich habe drinnen gar keine Fotos gemacht, fällt mir auf. Besonders das Badezimmer war schön - das ist mir immer ganz wichtig.

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In unserem Garten.

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Ihre Lebensfreude ist ansteckend.

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Nun erkunden wir unser süßes Städtchen. Es gibt so viele Gassen und Winkel zu erforschen... und zu fotografieren...
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... und zu erklimmen...

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Da sind Löcher im Gehweg - was haben die wohl zu bedeuten?!?

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Die Kinder wollten mir eine geheime Hütte zeigen. Sie waren nämlich schon kurz unterwegs, während ich die Wohnung zu unserer gemacht habe. Daher wissen die beiden Großen ganz genau, wo es lang geht.

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Da ist sie, die Hütte. Was mag wohl ihre Geschichte sein?

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Jetzt sitzen die drei Forscher beieinander, sammeln "Muscheln" und andere wichtige Forschersachen.

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Für jedes tolle Erlebnis auf diesem Ausflug macht Hannah sich einen blauen Strich auf die Hand. Wie viele es am Ende waren? - Das wüsste ich auch gern.

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Diese Stadt ist schon viele Hundert Jahre alt und spielte eine wichtige Rolle in der Zeit der Protestantenverfolgung.

Diese Tränken sind super spannend und schön anzusehen.

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An einigen Tagen war es wirklich kalt. Gut, dass ich mich nicht entscheiden konnte, welche Jacken ich mitnehmen sollte. Wir haben alles gebraucht - dünne, dicke und Regenjacken.

rn_11151 rn_11152  rn_11156 rn_11158Wer darf das Tor auf- und zumachen? - Diesmal ist Ben an der Reihe. Es muss ja immer gerecht zugehen.

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Nebel. Ich habe ihn hier neu lieben gelernt. Einfach schön.

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Der Ausflug zum Kloster hatte sich nicht gelohnt, bis auf die frische Luft und den Anblick der herrlichen Umgebung. Ok, damit hat es sich doch gelohnt. Aber es war schade, dass wir  nicht in das Kloster reingehen konnten und wegen des Regens mussten wir auch direkt wieder umkehren. Es war trotzdem schön 🙂

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Nun springe ich zu unserem letzten Tag. Noch einmal durch die Stadt spazieren und die Steine, die Farben, die Gerüche auf uns wirken lassen.
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Die Burg von Le Poët-Laval konnte an diesem Tag besichtigt werden und das ließen wir uns auch nicht entgehen.
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Was das Täschchen oben in Hannahs Hand und Emmas Flamingo zu bedeuten haben, das verrate ich auch in Teil 4: Ein Tag am Meer.

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Man kann einmal komplett um den Turm herumgehen. Spannend, einen echten Wehrgang entlang zu marschieren. Nicht nur für den kleinen Mann. Ich stelle mir dann immer bildlich vor, wie die Menschen von damals hier oben standen und nach Feinden Ausschau gehalten haben. Für uns ist das alles einfach nur interessant und schön und spannend. Aber es war ihr Leben.

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Mamas Hand oder Papas Arm, sie musste sich entscheiden. Denn immer nur auf Mamas Arm war dieser doch schnell zu viel.

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Ach ich finde es einfach schön!

rn_11957 rn_11958 rn_11973 rn_11974 rn_11978 rn_11981Zurück zu Hause. Oder zurück nach Hause. Jetzt geht es ans Packen.
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Es dauert doch immer länger, als man denkt. Während der Papi die letzten Sachen ins Auto bringt und noch etwas sauber macht, genießen wir den Garten ein allerletztes Mal.
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Auch das schönste Spiel hält sie nicht, wenn sie erkennt, dass die Mama nicht mehr neben ihr steht.

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Ein Olivenbäumchen!

Und zum Abschied haben wir von unseren Vermietern Rosmarin und Lorbeerblätter aus ihrem Garten bekommen und eine selbst gemachte Pfirsichmarmelade. Soo lieb!

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Seit diesem Tag sagt Emma immer, wenn sie eine Schubkarre oder einen kleinen Anhänger sieht: "Hein" (Rein) Sie scheint vergessen zu haben, dass sie damit umgekippt ist, nachdem Hannah ausgestiegen war.

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Noch einmal alles einsaugen und genießen was vor Augen ist und im Herzen unvergessen bleibt.

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Es gibt hier unglaublich viele Lavendelfelder. Wie es hier im Sommer wohl duften muss!

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Diesen Baum finde ich einfach schön. Anders. Einzigartig. Wertvoll.

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Wir haben dich in unser Herz geschlossen, du wunderschöne Stadt.

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Zur Ruhe kommen und das Zusammensein genießen. Nichts müssen, sondern einfach hier sein. Das Gesicht in die wärmenden Strahlen der Sonne halten. Oder sich vom Regen beleben lassen. Durchatmen und auftanken. Sich neu besinnen auf die wesentlichen Dinge.

Das haben wir hier getan und zehren immer noch davon.

Jetzt  würde mich mal interessieren, was euch im Urlaub wichtig ist? Wie könnt ihr am besten entspannen? 

Mehr von unserem Frankreichurlaub gibt es hier:

Teil 1: 5 Gründe für einen Städtetrip mit Kindern

Teil 3: Avignon und Nougatmuseum

Teil 4: Ein Tag am Meer

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